Prozessor: Sentinel-1: SLC Interferometry (6 days)
Hinweis: Dieser Prozessor ist identisch mit dem Sentinel-1: SLC Interferometry (12 days) Prozessor, erfordert jedoch korrespondierende Datenssätze, die innerhalb eines zeitlichen Abstandes von sechs Tagen erfasst wurden. Daher kann er nur auf Datensätze angewendet werden, die vor dem Verlust von Sentinel-1B (23. Dezember 2021) aufgenommen wurden. Der Prozessor kann nach dem Start von Sentinel-1C vollumfänglich genutzt werden.
Der Sentinel-1: SLC Interferometry (6 days) Prozessor für polarimetrische Sentinel-1 L1 SLC-Eingangsdaten berechnet die interferometrische Phase, die interferometrische Amplitude und die Kohärenz über eine Zeitspanne von zwölf Tagen. Dieses interferometrische Produkt, das auch als Sentinel-1 L2 CARD-INF6-Produkt bezeichnet wird, kann verwendet werden, um Veränderungen der Bodenbedeckung wie das Wachstum von Nutzpflanzen zu analysieren oder die durch Erdrutsche oder Erdbeben verursachten Bewegungen der Erdoberfläche zu überwachen.
Der Sentinel-1: SLC Interferometry (6 days) Prozessor ist vorkonfiguriert und kann bei Bedarf von registrierten Nutzern über den CODE-DE Data Explorer auf alle Sentinel-1 L1 SLC Daten angewendet werden. Der Prozessor basiert auf den etablierten Werkzeugen und Prozessen der Sentinel Application Platform (SNAP) zur Berechnung von interferometrischen Produkten aus Sentinel-1 Daten.
Angaben zum Prozessor
- Input-Daten:
- Sentinel-1 L1 SLC IW (Master Image)
- Sonstige für die Verarbeitung verwendete Daten:
- Ein Datensatz, der 6 Tage vor dem Master-Bild mit der gleichen Umlaufbahn und dem gleichen Footprint aufgenommen wurde (Slave-Bild)
- Genaue Bahninformationen von der ESA
- Digitales Oberflächenmodell Copernicus DEM (GLO-30)
- Methodik: Ausführliche Informationen finden Sie unter den u.a. Links
Sowohl für das Master Image als auch für die beiden Slave Images wird eine Geländekorrektur durchgeführt. Anschließend werden die Daten mit den entsprechenden GDAL Tools im Überlappungsbereich miteinander verrechnet.
Sowohl für die Master- als auch für die Slave-Bilder wird eine Geländekorrektur durchgeführt. Anschließend werden die Daten mit den entsprechenden GDAL-Werkzeugen im Überlappungsbereich bearbeitet.
Hinweis: Werden vom Prozessor keine geeigneten Daten im Abstand von 6 Tagen als Slave Images gefunden, bricht die Prozessierung mit einer entsprechenden Fehlermeldung ab.
Bänder
Die folgenden Bänder werden erstellt:
- coh_ifg_VH_6
- Intensity_ifg_VH_6
- Phase_ifg_VH_6
- coh_ifg_VV_6
- Intensity_ifg_VV_6
- Phase_ifg_VV_6
Aufruf und Verwendung
Je nach Umgebung und Verwendungszweck gibt es folgende Möglichkeiten, die Prozessierung auszuführen:
- EO Browser: -
- Data Explorer:
- Datenkatalog: CODE-DE oder CREODIAS
- Suche und Auswahl der erforderlichen Sentinel-1 L1 SLC Eingabedaten -> Add to Workspace
- Workspace auswählen- > gewünschten Datensätze wählen und Zum Prozessierungsbereich hinzufügen -> Zum Prozessierungsbereich wechseln
- Wählen des Prozessors: Sentinel-1: SLC Interferometry (6 days)
- gewünschten Datensätze wählen und Prozessierungsauftrag erstellen
- Der Fortschritt von Aufträgen kann in Prozessierungsstatus überwacht werden
- Die prozessierten Daten können über den Data Explorer heruntergeladen werden.
- Datenkatalog: CODE-DE oder CREODIAS
Nutzungsvoraussetzungen
Es gibt bestimmte Voraussetzungen, die für die Nutzung erfüllt werden müssen. Einige Daten oder Dienste erfordern einen individuellen Antrag. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den CODE-DE Support.
| Erforderlich? | Bemerkung | |
| Registrierung auf CODE-DE | Ja | Für die Nutzung des Prozessors über den CODE-DE Data Explorer |
| Cloud-Ressourcen auf CODE-DE | Nein | --- |
| Individuelle Beantragung | Nein | --- |
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zu diesem Produkt sind auch auf den folgenden externen Seiten zu finden:
- SNAP Online Help
- SNAP Tools
- GDAL Documentation
- Knowledge Base Article - Processing of products with Data Explorer
Nutzungsbedingungen
Die Nutzung des Produkts unterliegt den nachstehenden Nutzungsbedingungen: