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OpenPrioBio

OpenPrioBio - Frühzeitige Priorisierung von Gebieten zur Förderung der biologischen Vielfalt durch Fusion multimodaler Erdbeobachtungsdaten mit offenen Geodaten und KI

Im Zuge des Klimawandels sowie durch das Vordringen des Menschen in verschiedenste Ökosysteme ist die biologische Vielfalt weltweit zunehmend bedroht.
Die Ausweisung von schutzbedürftigen Gebieten zur Förderung der biologischen Vielfalt ist daher von zentraler Bedeutung, um die Vielfalt und Zusammensetzung von Arten, Ökosystemen und deren Ökosystemleistungen für den Menschen zu schützen und damit die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen.

Im Rahmen der EU-Biodiversitätsstrategie 2030 wurde daher unter dem Titel "Mehr Raum für die Natur in unserem Leben" ein Programm entwickelt, das zum Ziel hat, 30 % der aquatischen und terrestrischen Flächen in Europa bis 2030 zu schützen. Bis heute gibt es jedoch kein zwischen den Akteuren abgestimmtes Konzept, wo in Europa oder Deutschland die zusätzlichen Schutzgebiete ausgewiesen werden sollen. Hinzu kommt, dass sich durch extreme Wetterereignisse und Naturgefahren wie Dürre, Feuer, Stürme, Überschwemmungen, Insektenkalamitäten oder das Eindringen invasiver Arten Lebensräume mit hoher Biodiversität verschieben. Bislang wurden Schutzgebiete in der Regel auf der Grundlage einer einmaligen biologischen Bestandsaufnahme und ohne Berücksichtigung des Klimawandels und menschlicher Eingriffe priorisiert (Welch et al. 2020). Um die Ziele des Green Deals zu erreichen, muss die derzeitige Schutzgebietslandschaft überprüft und ggf. angepasst sowie neue Gebiete mit hohem Schutzwert ausgewiesen werden.

Das Forschungsprojekt "OpenPrioBio - Frühzeitige Priorisierung von Gebieten für die Biodiversität durch Fusion multimodaler Erdbeobachtungsdaten mit offenen Geodaten und KI" befasst sich daher mit der Identifizierung von schutzbedürftigen Gebieten unter Berücksichtigung klimatischer Veränderungen und veränderter anthropogener Einflüsse. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer innovativen, übertragbaren Methode zur Priorisierung von schutzbedürftigen Gebieten zur Förderung der Biodiversität durch die Fusion von multimodalen Erdbeobachtungsdaten mit offenen Geodaten und KI. Die Ziele sollen durch den Einsatz von zwei Methoden aus dem Bereich der KI, dem Reinforcement Learning und dem Reinforcement Learning and Explainable AI (XAI), erreicht werden.

Ausführlichere Informationen über das Projekt und die entsprechenden Ansprechpartner finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.tu.berlin/geoinformation/forschung/projekte/laufende-projekte/openpriobio